Archiv: Polymorphia, 18.09.2013

Polymorphia, 18.09.2013

18.09.2013, ab 18:30 Uhr, SchwuZ (Mehringdamm 61)
Polymorphia – Die TerrorTuntenNacht
Soli-Abend für den Protest gegen den „Marsch für das Leben“

Fotos des Abends

Am 18.09.2013 findet die erste Polymorphia der Welt statt – und zwar im SchwuZ! Mit einer fantastischen Mischung aus Vortrag, Show und Party verstört und bezaubert uns dieses Festival der Tuntigkeit mit einer fulminanten Bühnenshow, einem spannenden Vortrag und einer rauschenden Festnacht im Anschluss.

Um 18:30 Uhr öffnet Patsy l’Amour laLove ihre Pforten zur Polymorphia und lädt zu einem Vortrag von Dr. Gisela Wolf über „Therapien“ von selbst ernannten Homo-Heilern (Ex-Gay) in der BRD.

Konvertiert zur Tuntigkeit erklimmen um 21 Uhr polymorph entzückende Stars die Bühne, wie etwa
Patsy
Luxuria Rosenburg
Mimi Monstroe
Viola
Chaosfaktor
Berta von Bad Plack
Tourette de Mar
Tulita Coke
Rosa Opossum (aus Darmstadt)!

Am Info-Buffet mobilisiert die herzige Flatter Lenzia und für heiße Fotographien sorgt Starfotograph Dragan Simicevic!

Ab 23 Uhr besteigen schließlich DJs die Bühne, die Polymorphia und Populärmusik zusammenbringen! Polymorph-Technoelektroides bringen uns TomTom sowie Sarah Adorable auf die Tanzfläche und aus dem Bereich Pop versorgen uns Viola & Radio Gaga sowie trust.the.girl!

Bummsfallera – die Tunten trümmern!

Eintritt 5 € – Teile des Eintritts gehen als Spende an den Protest gegen den christlichen „Marsch für das Leben“, der am 21.09. stattfindet.

Dieser Abend wird gemeinsam vom LGBTI-Referat im RefRat der HU und dem SchwuZ organisiert.

Mehr Infos und der vollständige Ankündigungstext des Vortrags:
http://www.lgbti-referat.de
http://www.schwuz.de

Ankündigung des Vortrags von Gisela Wolf:

Sogenannte „Konversionsbehandlungen“ umfassen gezielte Versuche von Therapeut_innen, Seelsorger_innen, Heilpraktiker_innen und anderen, die Homosexualität von Klient_innen in asexuelles oder heterosexuelles Verhalten umzuwandeln. Auch gibt es in diesem Zusammenhang Versuche, gendernonkonformes Verhalten zu normalisieren, also aus queeren Menschen „richtige Männer“ und „richtige Frauen“ zu machen.

In den USA lässt sich eine recht breit aufgestellte Bewegung von Konversionsbefürworter_innen konstatieren. Derzeit sind in Deutschland sowohl Organisationen wie „Wüstenstrom“ als auch Medizinier_innen und weitere Professionelle konversions„therapeutisch“ tätig bzw. gehen mit entsprechenden Angeboten in die Öffentlichkeit. Es gibt auch in Deutschland Verknüpfungen und Bündisse christlicher Organisationen mit Konversionsbefürwortern. Oftmals gehen Konversions„therapeutische“ Behandlungsversuche von einem konservativen, heterozentristischen und binären Geschlechterrollenbild aus und werden z.T. auch religiös legitimiert. Der Vortrag beleuchtet die den Konversionsbehandlungen zugrunde gelegten Bedeutungskonstruktionen und Zuschreibungen an lesbische, schwule und trans* Lebensweisen, die gesundheitspolitischen Hintergründe der Konversionsversuche und Vernetzungsstrukturen von konversionsbefürwortenden Organisationen. Auch werden die Konsequenzen für Lesben, Schwule und Trans*, die sich solchen Behandlungen unterziehen, aufgezeigt und es wird eine fachliche und ethische Einordnung dieser Behandlungsversuche vorgenommen.

Gisela Wolf ist psychologische Psychotherapeutin. Dissertation zur Lesbengesundheit. Aktuell: Vorstandsfrau im VLSP e.V., Verband von Lesben und Schwulen in der Psychologie. Lange in der lsbtq-Bildungsarbeit aktiv gewesen.

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